Die neueste Sexwork-Logik von Erzählmirnix wurde zwar schon zum internationalen Hurentag am 2. Juni veröffentlicht, aber manchmal bin ich ja nicht die Schnellste mit meiner Bloggerei. 😉 Vielen Dank für die Erlaubnis zum teilen!
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Hallo Undine,
mir ist dazu ganz spontan etwas durch den Kopf geblubbert und Zeit habe ich auch- also gibt es eine ergreifende Spielszene (vielleicht ist sie sogar sessiontauglich):
Im Studio Regina: Klaus-Dieter, Ordnungsamtssachbearbeiter, Mitglied der SPU (Sozialpatriotische Union) und ziemlich paraphil veranlagt, will sich bei Lady Loreley seine wöchentliche Tracht Prügel abholen.
K-D: Ihr seht wieder einmal hinreißend aus, meine Lady!
LL: Jaja, Süßer. Geh schon mal auf die Knie! Heute gibt’s was Besonderes.
K-D: Hach, ich bin schon ganz aufgeregt! Was wollt ihr mir antun, meine Lady?
LL: Tja, bei uns werden jetzt andere Saiten aufgezogen. Hier, füll das aus! (Sie legt ein Formular samt Stift vor ihn auf den Boden.)
K-D: Was ist das denn?
LL: Bevor es losgeht, brauche ich eine GEIL von dir. Für die BESD!
K-D (dümmlich): Häh?
LL: Na die G-EI-L, Genehmigung zur einvernehmlichen Lustverschaffung zur Vorlage bei der B-E-S-D, der Behörde für die Evaluation des sexuellen Dienstleistungssektors. Wie du weißt, habe ich schon immer äußerst korrekt gearbeitet und alle Vorschriften beachtet. Das hier ist jetzt ganz neu. Für den Freierschutz. War ein Antrag von deiner Partei. Ich darf dich nur noch vertrimmen, wenn deine diesbezügliche Einverständniserklärung bei der zuständigen Behörde vorliegt. Immerhin kann die auch nachgereicht werden. Also, füll’s aus und wir können loslegen.
K-D: BESD, sowas gibt’s doch gar nicht!
LL: Von wegen! Die wurde letzte Woche eingerichtet! Lies mal deine Emails!
K-D: Aber … (er glotzt auf das Formular) … da soll mein Name rauf! Und meine Adresse! Und meine geheimsten Fantasien!
LL: Na klar, hat eben alles seine Ordnung und außerdem dient es ja dem Schutz von euch Freiern.
K-D: Und der Datenschutz?
LL: Ach der! Das geht schon klar! Ist alles gesetzlich geregelt. Mensch, bist doch selbst bei der Behörde und weißt, wie’s läuft!
K-D: … na ich weiß nicht …
LL: Tja, dann musst du leider wieder nach Hause gehen.
K-D (panisch): O Lady nein, nur das nicht! Ich bin doch ganz wuschig nach Euch und Euren Hieben!
LL: Tut mir leid, nur wer schreibt, bleibt. Du kannst noch eine kalte Dusche umsonst kriegen, warst ja immer ein guter Kunde.
K-D (umklammert schluchzend die Knie seiner Lady): Bittebittebitte, habt Erbarmen!
LL: Nein, da ist nichts zu machen. Vorschrift ist Vorschrift!
K-D: (Liegt am Boden und wimmert vor sich hin.)
LL (stellt ihm einen gestiefelten Fuß in den Nacken): Nun denn, es könnte ja sein …
K-D (hoffnungsvoll): Ja?
LL: … dass ich nur Spaß gemacht habe …
K-D (In seinem Gesicht geht die Sonne auf.): O Lady! Ihr seid ja so raffiniert!
LL: Das will ich meinen! Glück gehabt, Kleiner, noch gibt es das alles nicht; du darfst dir ohne Behördengenehmigung den Hintern versohlen lassen und deine kleinen schmutzigen Geheimnisse bleiben unter uns.
K-D: Ach, was bin ich froh!
LL (greift zum Rohrstock): Na dann wollen wir mal. Was meinst du, heute ohne Aufwärmen?
Hoffen wir mal, dass die Realität dieses Szenario niemals einholen wird.
Viele Grüße
Markus
Markus,
sehr erheiternder Text! Ich konnte es vor meinem geistigen Auge sehen wie einen Film! 😀