Ein erfolgreicher Werbetext in 13 Schritten

Hier ein paar Tipps für (angehende) Kolleginnen aus langjähriger Praxis zum Thema Werbetexte für Sexworker.

  1. Ziel der Übung ist, Profil zu zeigen. Die eierlegende Wollmilchsau („Um 380° dreh- und wandelbar, mit Barbiefigur und versiert in allen Praktiken“) wirkt bestenfalls todlangweilig und schlimmstenfalls glaubt es dir keiner.
  2. Überlege dir, aus welchen Facetten deiner Persönlichkeit sich die Rolle zusammensetzt, in der du dich dem Gast gegenüber am wohlsten fühlst. (Das ist nicht die Rolle, von der du denkst, sie sei am werbewirksamsten, oder man müsse sich doch als SW deiner Sparte so geben, oder „schließlich machen es alle so“, oder „ich kenne da eine Kollegin, die mit dieser Masche viel Geld verdient“. Es geht um Authentizität. Wie gibst du dich gern, welche Art von Umgang mit Gästen fällt dir leicht?)
  3. Weiterlesen

„Fotosession bei Herrin Undine“ von TV-Zofe Nina

Meine Sehnsucht nach Herrin Undine war mal wieder sehr groß. Ich beschloss, sie um einen Termin zu bitten. Ich stand heute um 13.30 Uhr pünklich an der Haustür und klingelte. Nach kurzer Zeit meldete sich Undine und gewährte mir Einlass. Nach einem kurzen Gespräch zog ich mich aus, bis auf meine Damenwäsche und Strumpfhose. Dann folgte die Kontrolle, ob ich keusch bin. Die Herrin war zufrieden. Dann zog ich mein Neglige an und wurde ins Bad geführt. Die Herrin wies mich an zu klopfen, wenn ich fertig bin. Schon schloss sich die Tür und der Schlüssel drehte sich im Schloß. Ich war nun eingeschlossen. Weiterlesen

Buchrezension: „Paying for it“ von Greta Christina

„Paying for it“ (in englischer Sprache) ist „ein Ratgeber von Sexworkern für ihre Klienten“. Ein unterhaltsames und hilfreiches Buch, lesenwert für alle Paysex-Kunden, die von uns gemocht werden wollen. Und abgesehen vom zwischenmenschlichen Respekt gibt es handfeste Gründe dafür: „Sexwork ist wie jede andere Dienstleistungsbranche: Wen die Dienstleisterin mag, der bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit den besseren Service.“

In „Paying for it“ kommen Sexworker verschiedenster Branchen zu Wort: Escorts, Callgirls (und -boys) und „normale“ Huren, Straßenstrich-Sexworker, Trans-Frauen, aktive und passive BDSM-Profis, Telefonsex-Anbieterinnen und Webcam-Girls, Stripperinnen und Peepshow-Tänzerinnen, bis hin zu exotischeren Wesen wie einer Autorin für erotische Geschichten nach Maß, der Telefonistin eines Online-Sexshops und einer Pornodarstellerin, die Tipps für das höfliche Verhalten von Fans bei Messen und Autogrammstunden gibt. Weiterlesen

Danke, aber nein danke.

Vor kurzem fragte mich ein Gast im Nachgespräch, ob ich denn auch schon mal ein Spiel mit einem Interessenten ablehne. Klar, erklärte ich, glücklicherweise ist das nicht sonderlich häufig nötig, aber es kommt vor. Wir plauderten etwas länger über dieses Thema, und später sinnierte ich dann allein noch eine Weile weiter: Aus welchen Gründen habe ich in der Vergangenheit Sessions nicht durchführen wollen? Und was hat mich dazu gebracht, selbst manch lukrativen Stammgast irgendwann nicht mehr zu treffen? Weiterlesen

Nachsorge

Die Session ist vorüber … Zeit, deine Wunden zu lecken.

Kurz vorweg: Selbstverständlich hinterlässt nicht jeder Besuch bei einem BDSM-Profi Blessuren. Schmerzspiele sind nur ein kleiner Bereich des bunten Gartens unserer Perversionen, und selbst von eingefleischten Masochisten werden sichtbare Spuren als eines der häufigsten Tabus genannt. Eine erfahrene Lady kennt zahlreiche Praktiken, Varianten und Tricks, um Blessuren zu minimieren oder ganz auszuschließen.

Solltest du zu denjenigen Passiven gehören, für die Spuren kein Problem sind, und vor allem, wenn du heftigere Formen von BDSM magst, kann es nötig sein, zum Schutz deiner Gesundheit etwas Nachsorge zu betreiben. Und auch Praktiken, die auf den ersten Blick harmlos scheinen, können Nebenwirkungen haben, die mit der richtigen Pflege deutlich schneller vegessen sind.

Im folgenden habe ich einige Nachwirkungen von BDSM-Sessions und ihre Behandlung aufgeführt. Wir immer erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und freue ich mich über Ergänzungen. Weiterlesen