„Kulturstrich“ – Rotlichtführung in Hamburg/St. Georg am 16.02.2014

Kulturstrich St. Georg – Hamburg und die Huren

Neben dem weltberühmten Touristenmagnet Sankt Pauli wird oft vergessen, dass Hamburg mit dem Bahnhofsviertel Sankt Georg einen weiteren Rotlichtbezirk mit ganz eigenen Gegebenheiten und Herausforderungen zu bieten hat.

An einem frostigen Sonntagnachmittag im Februar gewähren wir Einblicke aus erster Hand: Vier mal zwischen 14:00 und 18:30 treffen sich am Hansaplatz bei einem Glühwein zum Aufwärmen interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um unter kompetenter Führung in Gruppen verschiedener Größen auszuschwärmen und Orte, Menschen und Kultur rund um das Thema Sexarbeit in St. Georg kennenzulernen.

Neben Betriebsbesichtigungen in verschiedenen „Prostitutionsstätten“, vom Stundenhotel über ein SM-Studio bis zum exklusiven Nachtclub, Gesprächsrunden mit Sexarbeiterinnen, und diversen kulturellen Angeboten wie Film oder Theater-Performance, laden die Beratungsstellen Basis-Projekt, ragazza und Sperrgebiet ein, sich bei Kaffee und Süssem zu entspannen und die Expertinnen und Experten in Ruhe mit allem zu löchern, was Sie schon immer über Sexwork wissen wollten.

Nach dem jeweils gut einstündigen Event wird die Gruppe wieder zum Hansaplatz zurückgebracht, wo sich die Teilnehmenden neu aufteilen bzw. sich verabschieden oder erstmals dazustoßen können.

Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Wir freuen uns über Spenden vor Ort.

Der Kulturstrich ist eine Veranstaltung des Ratschlag Prostitution Hamburg. Der RPH ist ein Zusammenschluss von Sexarbeiter_innen, Fachberatungsstellen, Verbänden, Projekten und Wissenschaftler_innen, die sich mit dem Thema Sexarbeit beschäftigen, praktische Arbeit mit und für Sexarbeiter_innen durchführen und sich gezielt für die Rechte von Sexarbeiter_innen einsetzen.

Der RPH wird von der Gewerkschaft ver.di Fachbereich 13 koordiniert.


Programm und weitere Informationen:
kulturstrich-stgeorg.tumblr.com


Dies ist eine Ankündigung zum Vormerken (und dann natürlich Vorbeikommen!), Abdrucken, Weiterleiten, Verlinken, Bloggen, in öffentliche Veranstaltungskalender Eintragen, in sozialen Netzwerken Teilen und so weiter …


Update:
Bericht im NDR Hamburg Journal
Mopo-Artikel

Freieroffensive

Folgende e-mail bekam ich heute – und da ich jeden einzelnen Punkt nur unterstreichen kann, möchte ich den Text gern an meine Leser weitergeben.


Dreizehn Punkte und drei Fragen an A. Schwarzer

Sehr geehrte Frau Schwarzer,

in regelmäßigen Abständen wettern und zetern Sie zur besten Sendezeit über Männer, die für Sex bezahlen. Am liebsten würden Sie uns verhaften und in ein kaltes feuchtes Loch stecken. Wir Freier erkennen uns in Ihren Tiraden
nicht wieder. Eine Autorin Ihrer Zeitschrift EMMA fragt sogar: „…das Gewissen. Wo wird das eigentlich abgestellt, während der eigene Schwanz im Leib der Frau wütet?“ In der aktuellen Debatte um Paysex werden aktive
Sexarbeiterinnen kaum gehört. Und die sogenannten Freier melden sich nicht zu Wort. In Ihrer Kampagne gegen Sex als bezahlte Dienstleistung diabolisieren Sie die Kunden von Sexarbeiterinnen und fordern sogar ihre Kriminalisierung. Um Ihrer schlechten Meinung über uns – Männer, die für Sex bezahlen – etwas entgegenzusetzen, widmen wir Ihnen die folgenden 13 Punkte und drei kurze Fragen:

Der vollständige Brief ist unter freieroffensive.blogspot.de zu
lesen.

Kunden für TV-Beitrag gesucht!

Folgenden Aufruf gebe ich an euch weiter – ich habe mit dem Herrn telefoniert, mir seine Website angeschaut und halte ihn für seriös. Garantien übernehme ich natürlich keine – achtet auf eure Intuition und scheut euch nicht, Fragen zu stellen, bevor ihr euch ggf. auf eine Zusammenabreit einlasst.


Guten Tag,

ich bin freiberuflicher Fernsehjournalist und arbeite unter anderem für die Sendung „Frau TV“. Als Mann liegt es mir am Herzen, Themen, die beide Geschlechter betreffen, aus männlicher Sicht zu schildern. Ein Drittel der Zuschauer dieser Sendung sind mittlerweile männlich.

Ich möchte einen TV-Beitrag drehen, der folgender Frage nachgeht: „Warum gehen Männer zu Prostituierten?“ Ich bin auf der Suche nach individuellen Antworten, ohne diese moralisch zu bewerten.

Hintergrund: Freier/Kunden kommen in der derzeitigen Debatte über die Novellierung des Prostitutionsgesetzes kaum zu Wort. Sie sind sozusagen „unbekannte Wesen“. Einige Stimmen fordern gar ein Verbot der Prostitution.
Es würde mich freuen, wenn sich unter Ihnen Männer (gleich ob Single oder in Partnerschaft lebend) befinden, die so offen sind, mir vor der Kamera Auskunft zu der o.g. Frage geben. Eine Anonymisierung ist selbstverständlich möglich. Eine Aufwandsentschädigung für Mitwirkende ebenso.

Sie sollten möglichst innerhalb der nächsten 14 Tage – bei mir melden. Es wäre schön, wenn Sie aus NRW kommen.
Bitte mailen Sie mir unter: info@juergen-kura.de oder rufen Sie mich an unter 0170 2823241 Wir können uns dann zu einem Telefonat oder Treffen verabreden. Gerne unterhalte ich mich mit Ihnen über Näheres.

Journalisten sind Berufsgeheimnisträger, so dass Sie auch nicht befürchten müssen, das ich Ihre Informationen weitergebe. Mehr über mich finden Sie auf meiner Homepage: www.juergen-kura.de

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und hoffentlich bis bald,

Jürgen Kura

Fachgespräch im Hamburger Rathaus

Dienstag, 14.01.2013, 17:30 Uhr
Fachgespräch zu den Themen Sexarbeit und Menschenhandel

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion greift die aktuelle Debatte zum Thema Prostitution auf und lädt hierzu zu einem Fachgespräch ein. Die Gäste:

Maria von Welser, Journalistin und Unterzeichnerin des EMMA-Appells
Katharina Meiser von KOOFRA e. v.
Gudrun Greb von ragazza. e.V.
Undine de Rivière, Pressesprecherin des Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen
Jörg Blicke vom Landeskriminalamt.
Moderation: Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Stefanie v. Berg und die innenpolitische Sprecherin, Antje Möller

Ort: Rathaus, Raum A
Anmeldung erbeten unter nicole.baumgarten@gruene-fraktion-hamburg.de

Veranstaltungsrückblick auf der Website der Hamburger Grünen

Warum es uns alle betrifft …

… auch diejenigen, die weder Sexarbeit anbieten noch nachfragen.

Die Kampagne gegen Prostitution als Einfallstor staatlicher Überwachung und Kontrolle. Ein Kommentar von Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung).